
Innenleben erneuern, Charme erhaltenDie Viehmarkthalle, Chälblihalle genannt, steht seit 1869 an ihrem Platz. Nach einem Brand im Jahr 1944 wurde sie an der gleichen Stelle in ihrer heutigen Form neu errichtet und hat schon manch denkwürdiges Fest erlebt. In den letzten Jahren reduzierte die Gemeinde den Gebäudeunterhalt im Hinblick auf eine umfassende Sanierung. Diese soll nun im Laufe des Jahres 2010 an die Hand genommen werden. | |
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Die Chälblihalle ist ein Teil von Herisau. Sie dient dem Militär, den Viehschauen, den Vereinen für Veranstaltungen und wurde bis vor einiger Zeit als Unterkunft für Lager genutzt. Letzteres ist jedoch seit November 2008 aufgrund einer Verfügung der Assekuranz wegen mangelnder Brandsicherheit nicht mehr möglich. Auch sonst ist die Chälblihalle in einem schlechten Zustand: die sanitären und bewirtungstechnischen Einrichtungen sind veraltet und die Aussenhülle bedarf seit längerem dringend einer Renovation.Das Ressort Hochbau/Ortsplanung hat deshalb die Planung für eine umfassende Sanierung vorangetrieben. Der Gemeinderat stellt dafür einen Kredit von brutto 4,07 Mio. Franken zur Verfügung. Neubau wäre zu teuer und ein Verlust Die Variante Neubau wurde nach eingehenden Abklärungen verworfen, weil zum einen für die Gewährleistung der derzeitigen Nutzungsvielfalt deutlich mehr Geld notwendig gewesen wäre und weil zum anderen die Chälblihalle in ihrer heutigen Form und an ihrem heutigen Standort ein breit akzeptiertes, Identität stiftendes Bauwerk darstellt. Das Sanierungsprojekt sieht vor, die fast 400 Quadratmeter grosse, stützenfreie Halle für Viehmärkte und Veranstaltungen zu erhalten, den Eingangsbereich samt Treppenhaus dem Platz und damit dem Dorf zuzuwenden, die Grossküche aus logistischen Gründen zu den Verpflegungsräumen und der Halle ins Erdgeschoss zu verlegen sowie die Schlafräume im Obergeschoss neu aufzuteilen und wie vorgeschrieben mit Brandabschnitten und zwei Fluchtwegen zu versehen. Investition für Herisau Statt der je zwei 50- und 18-plätzigen Schlafsäle, die gleichzeitig als Durchgänge benutzt werden müssen, entstehen zwölf Schlafräume für je 10-12 Personen. Diese Neuaufteilung ist für die militärische wie für die zivile Nutzung ebenso notwendig wie praktisch. Ferner werden zeitgemässe und behindertengerechte öffentliche Toiletten geschaffen, der Dachraum im Westtrakt als Mehrzweckraum nutzbar gemacht, die Haustechnik auf einen aktuellen Stand gebracht und die Gebäudehülle energetisch sowie lärmtechnisch saniert. Frühest möglicher Baubeginn ist Herbst 2010, Fertigstellung ein Jahr später. Nach der Sanierung kann die Gemeinde dem Militär wieder angemessene Räumlichkeiten zur Verfügung stellen und so ihren gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen nachkommen. Auch das Sportzentrum wird dann keine Lager mehr abweisen müssen, weil eine günstige Unterkunft fehlt. Beides ist von grossem wirtschaftlichen Nutzen für die Gemeinde und das Gewerbe. Die budgetierten 4,07 Mio. Franken sind gut investiertes Geld, von dem direkt oder indirekt das ganze Dorf profitiert, umso mehr als die meisten Herisauerinnen und Herisauer schon einmal einen Anlass in der Chälblihalle besucht haben. | |
| Hier finden Sie die ausführliche Version des Projektbeschriebs Chaelblihalle-Projektbeschrieb-ausfuehrlich.pdf (118.5 kB) |