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Geschichte des Kulturzentrums


In den folgenden Abschnitten finden Sie Wissenswertes über die geschichtlichen Hintergründe des Casinos, des Alten Zeughauses und des Jugendhauses.

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Casino Herisau
Wann und wo immer die Rede ist von der Bedeutung des Casinos für die Gemeinde Herisau, die Schlussfolgerung ist stets dieselbe:

Das Casino ist für Herisau unentbehrlich.
Weil es sich für das Gesellschafts-, Kultur- und Wirtschaftsleben des damaligen Herisau als notwendig erwies, wurde im Jahr 1836 durch Zusammenschluss der Löwen-, Hecht- und Tannenbaumgesellschaft die Casino-Gesellschaft gegründet, die bereits ein Jahr später dank freiwilliger Beiträge ihrer Mitglieder den Casino-Altbau an der Poststrasse mit Restaurant, Lesezimmer/Bibliothek und Saal im Obergeschoss erbaute. Gründer der Casino-Gesellschaft war der vielgereiste Kaufmann und damalige Landammann Johann Heinrich Tanner, und das wohlproportionierte Haus schuf der bekannte Architekt Felix Wilhelm Kubli, dem Herisau auch das Bürgerheim zu verdanken hat. Das Gebäude erfüllte seinen Zweck. Pfarrer August Eugster schreibt in seiner 1870 erschienen Herisauer Chronik: „Und so bewegt und regt sich in den Räumen des Casinos schon mehr denn 30 Jahre ein gesellschaftliches Leben der Herisauer Herren. Im Winter wird darin getanzt; es werden Konzerte gegeben, Vorlesungen gehalten usw.“

Der Kreis der Casino-Benützer dehnte sich über den ursprünglichen Herrenclub aus. Walter Rotach hält in der Gemeindegeschichte von 1929 fest: „Das Casino diente von jeher und heute mehr denn je auch den gesellschaftlichen Bedürfnissen der Allgemeinheit. Den hie und da laut gewordenen Stimmen, welche die Daseinsberechtigung dieses Gesellschaftshauses in Frage stellten, ist zu erwidern, dass der hübsche Saal heute geradezu als unentbehrlich zu bezeichnen ist, wurde er doch z.B. im Rechnungsjahr 1926/27 an 152 Abenden zu Vereinsproben, musikalischen Anlässen, Vorträgen, politischen Besprechungen, Tanzstunden, Bällen, Hochzeiten und Familienfesten benutzt.“

1939 – Saalbau
1860 waren zum Gebäude geschenksweise der Casino-Park und die Kegelbahn gekommen, und 1939 konnte als Gemeinschaftswerk von Dorfkorporation, Casino-Gesellschaft und Gemeinde Herisau der Casino-Saalbau eingeweiht werden, der vor allem von den Vereinen zur Durchführung grösserer Anlässe dringend gewünscht wurde. Darüber schrieb 1965 zum 25-jährigen Bestehen des Saalbaus der damalige Präsident der Stiftung Casino-Saalbau, alt Bäcker- und Konditormeister Ernst Schläpfer: „Seit über einem Vierteljahrhundert hat nun unser Saalbau mit den angegliederten gediegenen kleinen alten Casino-Sälen der Bevölkerung von Herisau, den Ortsvereinen und Organisationen gute Dienste geleistet. Und eines ist sicher: Das Casino ist als geistig-kulturelles Zentrum unserer Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Auch darf nicht vergessen werden, dass das Casino in den letzten Jahren durch vermehrte eidgenössische Tagungen und Anlässe an Bedeutung gewonnen hat. ... Ohne Überheblichkeit darf gesagt werden, dass das Casino unsere Gemeindestube ist.“

Kulturzentrum
Die Kündigung des langjährigen Pächters bot 1988 Anlass zu Bestandesaufnahmen, welche grosse bauliche, betriebliche und technische Mängel offen legten. Zudem zeigte sich Notwendigkeit einer neuen rechtlichen Trägerschaft. Das zur Abstimmung gelangende Bauprojekt sah unter Bewahrung und Erneuerung von Alt- und Saalbau einen in zeitgemässen Architekturformen neuerstellten Mitteltrakt vor, der Foyer, Wohnräume, Bibliothek, Hauptküche und Haustechnik enthalten sollte.
Am 22. Juni 1992 bewilligten die Herisauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger für Übernahme und Umbau des Casinos einen Gesamtkredit von 16,1 Mio. Franken.
Die Einweihung des umgebauten und erweiterten Casino erfolgte am 26. November 1994.

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Altes Zeughaus
Das heutige „Alte Zeughaus“ wurde zwischen 1836-1838 von Baumeister Johann Konrad Bischofberger aus Heiden, nach Plänen des Architekten Felix Wilhelm Kubli, im Stil der florentinischen Renaissance erbaut. Im Jahre 1919 kamen seitliche Garagenanbauten dazu und es folgte die Übernahme durch die Kantonale Bauverwaltung, welcher das Zeughaus als Werkstatt und Magazin diente.

1992 kaufte die Gemeinde Herisau dem Kanton Appenzell Ausserrhoden das Zeughaus ab. Seither werden die Räumlichkeiten für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

2014 wurde das Alte Zeughaus saniert und umgebaut.
Neben der umfassenden Fassadensanierung wurde das Gebäude mit einem Lift versehen, im 1. Stock eine Trennwand zwischen Treppenhaus und
Veranstaltungsraum eingezogen und im 2. Stock Brandschutztüren eingesetzt.
Heizung und Elektroinstallationen wurden erneuert, Fenster und
Estrichboden isoliert, ein Küchenoffice eingebaut und die Toiletten überholt.
Die beiden Terrassen wurden zugänglich gemacht und erhielten eine Pergola.
Der Vorplatz wurde saniert und neu gestaltet. Der Brunnen hat einen neuen Platz bekommen.


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