Auf einer Busfahrt lernen die neuen Lehrpersonen Herisau kennen

7. September 2022
Der Schulleiter wird zum Reiseleiter, Herisau ist ein Tintenfisch und Gidio Hosestoss kein Schwinganlass: Kurz vor Beginn des Schuljahres erfuhren die neuen Lehrpersonen Interessantes über die Gemeinde und die Schule Herisau.

«Auf der rechten Seite, bei der Schweizer Fahne, seht ihr das Haus des ehemaligem Bundesrates Hans-Rudolf Merz.» Und nachdem man ein paar Meter weitergefahren ist, sagt Markus Stäheli, einer der Herisauer Schulleiter, ins Mikrofon: «Das Restaurant Buechschachen dort oben ist bekannt für wunderbare Güggeli und Cremeschnitten.» 23 neue Lehrpersonen sitzen am Mittwoch der letzten Sommerferienwoche während einer Stunde in einem Regiobus und erfahren Interessantes über die Gemeinde, die Landschaft und die Schulhäuser, die allesamt angefahren werden. Der Schulleiter macht an der Alpsteinstrasse auch auf den «Blechpolizisten» aufmerksam, an der Schwellbrunnerstrasse auf die einzige Metzgerei und während der Fahrt über die Hueb auf den höchsten Punkt Herisaus, die Polishöchi. Vom Schachen geht es weiter zur Industriestrasse und über den Bahnhof zur Waisenhausstrasse. «Im Haus mit dem Zwiebeltürmchen haben die Schulverwaltung und die Schulleitung ihre Büros.»

Bibliothek-Angebot nützen
Am Tag zuvor waren die Lehrerinnen und Lehrer vom Departement Bildung und Kultur eingeladen und haben kantonale Stellen, Angebote, Vorgaben und Personen kennengelernt. Nun treffen sie sich auf Gemeindeebene und hören, dass Herisau eine Art Tintenfisch sei – mit all den Abzweigungen in verschiedene Quartiere und Nachbarorte. Bei der Post endet die Extrafahrt mit dem Regiobus; die Gruppe besucht die Bibliothek. Deren Leiterin Franziska Tschumi stellt das Angebot und die Modalitäten vor. «Zum Beispiel können wir Medienkisten zu bestimmten schulischen Themen zusammenstellen.» Die Bibliothek bietet auch Klasseneinführungen «vor Ort» an, oder es wird an speziellen Halbtagen der Zugang zum Buch und zum Lesen aufgezeigt.

Die Schulpräsidentin begrüsst
Abteilungsleiter Michael Häberli, der im Dienstalterurlaub weilt, stellt sich zu Beginn des theoretischen Teils des Einführungstages (in der Aula Ebnet West) per Video vor. Das Kinderfest und Gidio Hosestoss sind Themen. Letzterer sei kein Schwinganlass, wird festgehalten. Markus Stäheli und die weiteren Schulleitungspersonen Carol van Willigen und Alex Porta erklären in Kurzform die Besonderheiten der Herisauer Schule. Zum Beispiel das Oberstufenmodell Neigung und den Herisauer Rahmen im Zyklus 2.

Der abgegebene Ordner enthält viele Hinweise; zu besprechen gibt es zum Beispiel die Verantwortlichkeiten, das Leitbild und das System bei der Auszahlung von Krediten, etwa für Schulreisen, Werken und persönliche Anschaffungen. Zum Mittagessen vom Grill finden sich auch die Schulpräsidentin Irene Hagmann und die Sekretärinnen der Schulverwaltung im Ebnet ein, damit Kontakte geknüpft werden können. «Ich begrüsse euch herzlich in der Schule Herisau und wünsche einen guten Start», sagt die Schulpräsidentin.

«Lieber früh als zu spät»
Am Nachmittag erhalten die Lehrerinnen und Lehrer Informationen über die Schulsozialarbeit, die gewerkschaftliche Bedeutung der Ortskonferenz (Zusammenschluss der Lehrerinnen und Lehrer) und das sinnvolle Vorgehen in der Kommunikation. «Es darf nicht euer Ziel sein, abends und über das Wochenende am Handy Elterngespräche zu führen. Es ist auch nicht nötig, von Anfang an mit den Eltern per Du zu verkehren», meint Markus Stäheli. Mit dem Einsatz von WhatsApp-Gruppen solle man vorsichtig sein. Manchmal sei ein direkter Austausch am Telefon besser und hilfreicher als ein Hin und Her per Mail. Zum Abschluss setzen sich die Lehrpersonen in Gruppen mit den Spezialitäten der Zyklen auseinander.

Das Unterrichten werde nicht immer nur von Sonnenschein begleitet sein, wird von der Schulleitung gesagt. «Meldet euch bei uns, lieber früh als zu spät!» Auf einen Mittwochnachmittag im Februar ist der nächste Teil der Einführung terminiert. Markus Stäheli: «Da werden die ersten Erfahrungen im Mittelpunkt stehen. Und die Fragen: Wie geht es mir, was brauche ich?»

Schulleiter Markus Stäheli begleitet die Busfahrt am Mikrofon.
Schulleiter Markus Stäheli begleitet die Busfahrt am Mikrofon.

Zugehörige Objekte

Name
A224420.00_ADAG_dH_Gemeindeseiten_WEB.PDF Download 0 A224420.00_ADAG_dH_Gemeindeseiten_WEB.PDF