Der Mensch im Mittelpunkt

5. August 2026
Beim Personaldienst der Gemeinde laufen viele Fäden zusammen. Er unterstützt das Führungspersonal in personellen Angelegenheiten oder wirkt bei der Anstellung von neuen Mitarbeitenden mit. Ylenia Braun und Manuela Keller erzählen von einem beruflichen Alltag, der sich kaum planen lässt.

Wer an einen Personaldienst denkt, hat oft Bewerbungsgespräche und Stelleninserate im Kopf. Doch Ylenia Braun und Manuela Keller betonen, dass ihre Aufgabengebiete mehr umfassen. «Wenn man es kurz zusammenfasst, dreht sich bei uns alles rund um Menschen», erklärt Keller, die seit sieben Jahren für den Personaldienst der Gemeinde arbeitet. Das beginne bei der Stellenausschreibung und umfasse auch die Mitwirkung bei Bewerbungsgesprächen sowie die Ausstellung von Arbeitsverträgen, Zeugnissen, Weiterbildungs- sowie Mutterschaftsvereinbarungen. «Weiter unterstützen wir die Führungspersonen bei personellen oder arbeitsrechtlichen Fragen, gestalten den Einführungstag und führen Eintritts- sowie Austrittsgespräche mit Mitarbeitenden durch.» Ylenia Braun ist zudem Berufsbildnerin und trägt die Gesamtverantwortung für alle Lernenden der Gemeinde.

Die Frage nach dem Sinn
Besonders herausfordernd sei derzeit die Suche nach geeignetem Fachpersonal. «Wir führen oft viele Gespräche, bis wir die passende Person gefunden haben», sagt Ylenia Braun, die seit zwei Jahren für die Gemeinde tätig ist. Neben der fachlichen Qualifikation spiele auch die Persönlichkeit eine wichtige Rolle. Neue Mitarbeitende müssten gut in das Team passen. «Deshalb unterstützen wir die Vorgesetzten im Rekrutierungsprozess, begleiten sie bei den Bewerbungsgesprächen und stehen bis zur Entscheidung in engem Austausch. Schlussendlich haben aber sie das letzte Wort bei der Vergabe der Stelle.» Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich flexiblere Arbeitsmodelle oder arbeiten Teilzeit, um Berufs- und Privatleben besser zu vereinbaren. Aufgrund der Vielseitigkeit der Stellen bei der Gemeinde können diese Wünsche nicht überall erfüllt werden. Es sei Sache der Führungspersonen, solche Vereinbarungen mit ihren Mitarbeitenden zu treffen. «In diesen Punkten spüren wir auch einen Unterschied zwischen den Generationen», sagen Keller und Braun. «Wir haben beispielsweise den Eindruck, dass jüngere Personen eine andere Erwartung an die Art der Zusammenarbeit haben.» Was sich ebenfalls stark verändert habe, sei die Tatsache, dass sich die Angestellten die Frage nach der Sinnhaftigkeit immer mehr stellten. «Mitarbeitende wollen heute nicht einfach arbeiten, sondern verstehen, welchen Beitrag sie leisten», sagt Keller. «Dazu gehört es, Dinge zu hinterfragen und aktiv mitzugestalten.»

Abwechslungsreicher Alltag
Ihren Arbeitstag bezeichnen Manuela Keller und Ylenia Braun als «schwer planbar». Telefonanrufe, kurzfristige Anfragen per Mail oder dringende personelle Abklärungen hätten Vorrang. «Am Abend stelle ich oft fest, dass ich ganz andere Dinge erledigt habe, als ich mir morgens vorgenommen habe», sagt Keller. «Aber diese Abwechslung macht es spannend, jeder Tag ist anders als der vorherige.» Für die Zukunft wünschen sich die beiden, dass sich die Gemeinde kontinuierlich weiterentwickelt, um als moderne Arbeitgeberin wahrgenommen zu werden. «Wir haben viel Gutes zu bieten», betonen sie. «Vielseitige Aufgabenbereiche, gute Anstellungsbedingungen und die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln.» 

Ylenia Braun (links) und Manuela Keller arbeiten seit zwei beziehungsweise sieben Jahren im Personaldienst der Gemeinde.
Ylenia Braun (links) und Manuela Keller arbeiten seit zwei beziehungsweise sieben Jahren im Personaldienst der Gemeinde.

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